Geschichte

Einige Elemente ...

1956

Nach verschiedenen Bau- und Umbauarbeiten der bestehenden Gebäude werden im Mai ein Schreiner- sowie ein Sattler-Polsterer-Atelier eröffnet. Die Ausbildung und Begleitung der Lehrlinge wird von einer Gruppe von zwölf Mitarbeitern gewährleistet. 

1957

Alles ist bereit, um am 4. April das neue Zentrum im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten offiziell einzuweihen.

 

 

 

 

 

24 Lehrlinge geniessen eine Berufsausbildung oder sind in den Werkstätten beschäftigt. Im darauffolgenden Jahr sind es schon 37. Die Aufnahmegesuche werden immer zahlreicher; es muss über neue Ausbildungsangebote nachgedacht werden. Eine neue Werkstatt für die Polsterer-Dekorateure wird eröffnet. 

1959

Mit der Eröffnung einer Bodenleger-Werkstatt wird ein neuer Beruf angeboten. 

1960

Der Bau eines neuen Wohnheims mit 60 Betten wird beschlossen. 

1961

Ein Treibhaus wird gebaut und ein neuer Beruf kommt dazu: Zierpflanzen-Gärtner. 

1962

Noch ein neuer Beruf: Maler.

Das neue, vor kurzem erbaute Internat empfängt in diesem Jahr 50 Jugendliche. Durch diese Vergrösserung können in Zukunft 85 bis 90 junge Männer beherbergt werden. 

1963

Es ist das Jahr der grossen Bauvorhaben: Turnhalle, Wohnhaus für das Personal, Zentrum für die Vorausbildung.

Der Personalbestand wächst auf 35 Angestellte und jener der Lehrlinge auf 80.
Neue Bedürfnisse tauchen auf. Mit der Einstellung einer Lehrerin beginnen die Nachhilfestunden, und es wird Turnunterricht erteilt. 

1964

Eine neue Ausbildung wird angeboten: Koch.

Ein Ausstell-Laden wird im Erdgeschoss des Gärtner-Wohnhauses eingerichtet.

Am 1. Mai tritt das erste Personalreglement für die 40 Angestellten in Kraft. 

1966

Um die Ausstattung zu vervollständigen werden ein Fussballplatz und eine Aschenbahn in Betracht gezogen, ausserdem die Vergrösserung des Sektors Gartenbau und der Bau neuer Garagen und Lager. 

1967

Schon im Jahr 1960 war das Zentrum um das erzieherische Umfeld der Jugendlichen besorgt, daher wurde eine Gouvernante ernannt. Ab 1964 wurde sie von Aufsehern in ihrer Aufgabe unterstützt. Dies war nur der erste Schritt, denn 1967 wird ein Sozialbüro ins Leben gerufen, um den Jugendlichen besser zur Integration ins Berufsleben zu helfen bzw. sie zu führen. 

1968

Der Bau der neuen Garage ergibt die Möglichkeit, Autoservicemen auszubilden.

Der Stand der Angestellten steigt auf 52. 

1969

Dank der Eröffnung der Plattenleger-Werkstätte ergibt sich ein neuer Ausbildungsgang in Richtung Bausektor. 

1970

Eine Buchbinderei wird eingerichtet.

Der Personalbestand wächst auf 54 Personen an. Das Wohnheim ist mit 90 Jugendlichen voll besetzt. 

1972

Im Gartenbau-Sektor wird es zu eng. Die Vereinigung beschliesst die Erstellung neuer Treibhäuser, beheizte Setzkasten und eines Gemüsegartens.

Anfang Dezember vernichtet ein Brand den Dachstock des alten Wohnheims. Der Schaden wird dank des raschen Einsatzes der Feuerwehr und der zahlreichen Angestellten im Rahmen gehalten. Die Zusammenarbeit der einen und der anderen ermöglicht es, noch am selben Abend einen provisorischen Schlafsaal im 7. Stock einzurichten. 

1973

Der vergrösserte Garten und die Aussen-Sportanlagen begünstigen einen zusätzlichen Bereich für Landschaftsgärtner.

Die Vereinigung gibt dem Zentrum einen neuen Namen: „Spezialisierte Berufsausbildungsstätte". Die Institution beherbergt in diesem Jahr 87 Lehrlinge. 

1975

Bereits 1969 bestand ein Projekt zum Bau eines Hallenbades, welches schon damals von der Vereinigung verabschiedet wurde. 1975 wird es eröffnet und für die Jugendlichen und die regionale Bevölkerung freigegeben. 

1976

Eine neue Küche, ausgestattet mit sämtlichen Koch-, Konservierungs- und Zubereitungs-Installationen wird in Betrieb genommen. Anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums des CFPS findet am 18. Juni ein „Tag der offenen Tür" statt. 

1978

Eröffnung der handwerklichen Trainingswerkstätte mit dem Ziel, die Grundgestik der Werkzeugbenützung an einfachen, sich wiederholenden Arbeiten durchzuführen.

Der starke Rückgang der Aufträge führt zur Schliessung der Buchbinderei. 

1979

Die Funktionen der Werkstattchefs werden aufgehoben und ersetzt durch jene der Ausbildungsleiter und Technischen Leiter. Mit dem Einverständnis des BSV werden folgende Entscheidungen getroffen:

  • Erhöhung des Erzieherpersonalbestandes, um den Jugendlichen ein besser betreutes soziales Umfeld zu bieten
  • Einführung einer Vorlehrperiode von sechs Monaten
  • Verminderung der Produktion zugunsten der Berufsausbildung
  • Abfahrt der Jugendlichen ins Wochenende am Freitagabend statt am Samstagmorgen
  • Beibehaltung aller Berufe 

1980

Die Vorlehre wird in den Werkstätten der Schreinerei und der Garage, im Garten und in der Küche eingeführt. Die Schule wird geteilt: Deutsch- und Französisch-Unterricht separat.

Im Herbst werden die ersten Verträge für die Anlehre vom Berufsbildungszentrum in Freiburg genehmigt. 

1981

Eine neue Verteilung der Lokalitäten für Ausbildung und Theorie wird realisiert. Die Sattler, Maler, Platten- und Bodenleger ziehen in die geräumigeren und helleren Werkstätten ein. Ein neues Treibhaus für die Vorausbildung der Zierpflanzen- und Landschaftsgärtner wird eröffnet. 

1988

In diesem Jahr geniessen 96 Lehrlinge eine Ausbildung im CFPS, davon sind 56 deutscher und 40 französischer Sprache. 

1989

Einweihung der neuen Schreinerei und der Bauwerkstätten: Plattenleger und Maler. 

1991

Die Polster-Werkstätte wird geschlossen. Eine verstärkte Hilfe für die Stellensuche wird den Lehrlingen geboten. 

1993

Im März erteilt das BSV die Bewilligung für den Bau eines neuen Internats und eines Gartencenters. 

1996

Im März ziehen die Landschaftsgärtner und im April die Zierpflanzengärtner in ihre neuen Werkstätten ein.

Ein neuer Beruf wird im Herbst eingeführt: Betriebspraktiker. 

1997

Am 1. April ziehen 76 Jugendliche in die neuen Heime. 

1998

Im November können die Küchenangestellten die neuen Einrichtungen beziehen.  

2001

Auf die Sommerferien wird die Berufsausbildung in der Sattlerei eingestellt.

Ab Herbst wird ein neuer Beruf eingeführt: Waldarbeiter. 

2002

Ein weiterer neuer Beruf wird im Herbst eingeführt: Baupraktiker.

Das Komitee der „Association St-Joseph" beschliesst, den Namen der Institution leicht zu verändern. In der Abkürzung CFPS verliert das Wort „Spécialisée" das letzte E, um vermehrt auf die Globalität der Ausbildung hinzuweisen und hervorzuheben, dass das Zentrum spezialisiert ist und nicht die Berufsausbildung. 

2005

Zertifizierung gemäss den Normen BSV IV 2000 und ISO 9001:2000 im Dezember. 

2008

Im Jahr 2007 reifte im Vorstand des Vereins Foyer St-Joseph der Wunsch, den Verein in die Form einer Stiftung zu überführen. Die Generalversammlung im Frühling 2008 gibt dem Vorstand offiziell den Auftrag, diesen Wandel durchzuführen. 

2009

Das CFPS von Courtepin untersteht fortan der Stiftung PROF-in. Diese Stiftung übernimmt die Aktiven und Passiven sowie die Rechte und Pflichten des Vereins Foyer St-Joseph, welcher 1956 gegründet wurde. Mit dieser Überführung des Vereins in die Form einer Stiftung wollen die Vereinsmitglieder die juristische Struktur aktualisieren und den Gegebenheiten des Institutionsbetriebes anpassen. Der neu gewählte Stiftungsname unterstreicht ebenfalls den festen Willen des CFPS, alle verfügbaren Kräfte einzusetzen, um seinen Auftrag der beruflichen Eingliederung und Wiederanpassung zu erfüllen.

Im Frühling nimmt der neu geschaffene Sektor „Koordination" seinen Betrieb auf. Somit kommen die Lehrlinge während ihres Ausbildungsganges in den Genuss einer ganzheitlichen Begleitung. Ein Betreuer-Team ist für den Ausbildungsverlauf ebenso für den Kontakt mit den Angehörigen und den zuständigen Mitgliedern des Netzwerks zuständig, und dies vom Beginn des individuellen Vorgangs, d.h. der Eintritt in die Institution, bis zum Ende der Massnahme.